Ein imposantes Pärchen Grauhals-Kronenkraniche ist vor wenigen Tagen in Herborn eingezogen. Die Tiere werden in der Roten Liste als in der Natur stark gefährdet geführt. Bedroht sind sie vorwiegend durch Lebensraumverlust und illegale Bejagung. Man schätzt die Population in ihrer Heimat, dem südöstlichen Afrika auf nur noch 17 – 22.000 Tiere – Tendenz sinkend. 

Mit einer Standhöhe von 100-105 cm, einer Flügelspannweite von 180-200 cm und einem Gewicht von 3-4 kg ist das Auffälligste am Grauhals-Kronenkranich seine strohgelbe, büschelförmige, mit dem schwarzen Kopf kontrastierende Federkrone. „Schon jetzt beleben die Tiere wunderschön die Anlage hinter dem Eingangsbereich. Es ist toll, wie schön sie sich zeigen, obwohl sie gerade erst anfangen sich einzuleben“, schwärmt Tierparkleiterin Britta Löbig.

Neu ist auch ein Pärchen junger Schuppensäger im Herborner Tierpark, ebenfalls eine stark gefährdete Art. Sie gehören zur Familie der Entenvögel und sind mit dem hier heimischen Gänsesäger verwandt. Man schätzt, dass es weltweit noch etwa 1200 Brutpaare gibt. Lebensraumzerstörung, aber auch illegale Jagd und Fischfang, sowie Störungen durch Motorboote sind verantwortlich für den Rückgang der Population. Der Tierpark hofft deshalb, bald mit der erfolgreichen Zucht dieses attraktiven Wasservogels zur Erhaltung eines gesicherten Bestandes in Menschenobhut beitragen zu können.

Wer die neuen Tierarten besuchen möchte, kann das ohne Voranmeldung, Test- oder Nachweispflicht täglich ab 09:30 Uhr bis zur Dämmerung (im Augenblick 16:45 Uhr). Für einen Besuch im Zooshop muss allerdings seit diesem Donnerstag gemäß der Corona-Verordnung ein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorgezeigt werden. Die Maskenpflicht gilt weiterhin nur im geschlossenen Raum. Der Tierpark wird in diesem Winter nur an den Tagen schließen an denen die Wege aufgrund von Eis- und Schneeglätte nicht verkehrssicher gehalten werden können, ansonsten ist durchgehend geöffnet, auch an den Feiertagen.

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